Exkursion "Schweiz"
zum ZWILAG und zum PSI vom 03. bis 06. Juli 2008
Programm
Donnerstag, 03.07.08
Freitag, 04.07.08
Samstag, 05.07.08
Sonntag, 06.07.08
Der Unkostenbeitrag pro Person beträgt 180 € (EZ) bzw. 95 € (DZ)
Die An- und Abreise erfolgt wieder mit gesponserten PKW und Kleinbussen.
Wanderschuhwerk wird empfohlen.
Bericht
Der zeitige Startzeitpunkt war erforderlich für die Querung halb Deutschlands.
Und pünktlich 13:50 Uhr standen wir vor den Toren des "ZWILAG"
Zwischenlager Würenlingen AG der Schweiz.
Das seit 2001 von den schweizerischen Kernkraftwerken betriebene Zwischenlager für alle Arten von
radioaktiven Abfällen mit Abfallbehandlungsanlagen, Lagerbauten und die dazu notwendigen Nebenanlagen liegt
idyllisch neben dem Paul-Scherrer-Institut. Mit Übersichtsfilm und komplettem Rundgang durch die Gebäude
im unterirdischen Verbindungssystem bekamen wir einen guten Eindruck von den neu gebauten Einrichtungen.
Übernachtet wurde im Hotel arte in Spreitenbach:
Der Freitag sollte uns einen sehr interessanten Tag im
"Paul-Scherrer-Institut" bescheren. Das PSI
ist ein multidisziplinäres Forschungszentrum und ein weltweit führendes Benutzerlabor.
Die ca. 1300 Mitarbeiter konzentrieren sich auf die Gebiete Festkörperforschung und Materialwissenschaften,
Elementarteilchenphysik, Energie- und Umweltforschung sowie Biologie und Medizin. Das PSI ist
auf dem nuklearen Forschungssektor praktisch die einzige in diesem Bereich tätige Organisation in der Schweiz.
Im sog. Forum - dem Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit - gab es Einführungsvorträge
zu hören und viele kleine Experimente und Anschauungsobjekte auf naturwissenschaftlicher Basis zu entdecken.
Das "Hotlabor" ist eine große Ansammlung von Heißen Zellen und Labors. Hier
werden radioaktive Materialien bezüglich ihrer Mikrostruktur und Zusammensetzung untersucht.
Im Vordergrund stehen Untersuchungen von Materialien nach dem Einsatz in Kernreaktoren oder Beschleunigeranlagen.
Die "PANDA"-Anlage (thermohydraulische Containmentanlage) ist das Steckenpferd von unserem
langjährigen KTG-Sachsen-Vorsitzenden Prof. Prasser in der Schweiz geworden. Leider musste er zu einem
Fernsehauftritt und konnte uns nicht selbst führen. Dr. Domenico Paladino erläuterte uns die Aufgaben
am Versuchsstand zur Verbesserung von passiven Sicherheitssystemen.
Nach dem Mittagessen in der Oase ging das straffe Programm weiter mit der Besichtigung
des Komplexes "SINQ" (Spallationsneutronenquelle)
im Ostteil des Forschungsstandortes an der Aare.
Herr Heyck führte uns in die entlegendsten Ecken der Gebäude, da wir "Alles" sehen wollten (manch Spinnwebe kreuzte unseren Weg).
Die letzte Station war die "SLS" Swiss Light Source (Synchrotron).
Das architektonisch hübsche Gebäude beinhaltet die Synchrotronlichtquelle. Sie dient zum Beispiel
der Erforschung von neuartigen Materialien, Biomolekülen, Oberflächen, Mikro- und Nanostrukturen.
Ein fachlich heftiger Tag ging damit zu Ende und es bleibt nichts weiter übrig als Danke zu sagen an die geduldigen Führer, die sich auch mit uns auf heutige Kernenergiediskussionen eingelassen haben und den Bau von 2 neunen KKW in der Schweiz befürworten (derzeit in der Antragsphase)!
Bei wieder tollem Wetter lud uns Micha Prasser am Sonnabend in die Berge ein. Am
Sustenpass gab es eine Schneeballschlacht und der anschließend in Augenschein genommene Steingletscher hat
mittlerweile nur noch eine traurige Größe. Genussvoll war allerdings das Klettern an den Seitenmoränen.
Reiseleiter S. Kowe
Weitere Fotos

Letzte Änderung: 16. Juli 2008
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