Nach mehrmonatigem Ringen um Besuchertermine in den Anlagen, gab es dann doch Zusagen. Durch die Reduzierung der Besuchertage von 5 auf einen pro Woche auf KONRAD und weil dadurch erst Ende 2005 wieder freie Termine zur Verfügung standen, wurde beim BfS ein Sondertermin beantragt. Für die KTG als "tatsächlich Interessierte an der Endlagerung" wurde zugestimmt. Durch die begrenzten Transportmöglichkeiten in der Untertage-Deponie (UTD) für chemisch-toxische Stoffe auf Herfa-Neurode war die Teilnehmerzahl leider auf 13 beschränkt.
Hier nun einige Fakten zu KONRAD (www.dbe.de):
Wir danken Herrn Weyer recht herzlich für die umfassende Führung und den offenen Gedankenaustausch.
Die zweite Grubenfahrt führte uns in die UTD Herfa-Neurode. Dort konnten wir uns von der Normalität überzeugen, die in Deutschland bei der Entsorgung toxischer Abfälle herrscht. Die Deponie beseitigt und verwertet chemisch toxische Stoffe im Salzstock bis 800 m Teufe. Die UTD wird von der Firma K+S Entsorgung GmbH (K+S Gruppe, 11.000 Mitarbeiter) betrieben. Hier im Verbund "Werra" sind 4.000 Mitarbeiter auf einem Gelände von ca. 30 km x 30 km Größe tätig.
Nach der Salzgewinnung wird die Einlagerung vorbereitet und die geprüften Gebinde (Fässer, Big Bag oder Container) zwischen die bestehenden Salz-Sicherheitspfeiler (Sicherheitskennzahl 3) eingestapelt. Es können bis zu 300.000 t Abfälle pro Jahr verwertet werden (z. B. Rauchgasreinigungsrückstände, Kondensatoren, Cyanide, Quecksilber ...). In Deutschland gibt es 3 Deponien (Herfa-Neurode, Zielitz, Heilbronn), die die deutschen und europäischen Abfälle verwerten. Das Interesse der Bevölkerung war sowohl in der Genehmigungsphase als auch bei der Errichtung und beim Betrieb der besuchten "Endlagerstätte" sehr gering.
S. Kowe, 11.01.2006
Letzte Änderung: 30.06.2006
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